Zusammen mit Herbert Ernst habe ich beschlossen, mehrere Buch- und DVD-Projekte durchzuführen.

Am Anfang stand die Recherche, weil der Kameramann aus seiner Schaffenzeit kein filmisches Material vorliegen hatte.

Aufgefunden werden musste seine Sequenzen aus der Zeit als Kameraassistent, die er bei Georg Pahl (Senior) verbracht hatte.

Darauf folgten mehrere Wochen als Jungkameramann bei der Deutschen Wochenschau.

Ende 1961, Anfang 1962 machte sich der Kameramann als Journalist selbstständig und drehte in eigener Regie Aktuelles in Berlin und dem westlichen Europa. Abnehmer seiner Beiträge waren die German Television News, der European Television Service und andere internale Agenturen.

Ab ca. 1965 produzierte der Kameramann eigene Spielfilme.

Aufnahmen seiner frühen Phase als Assistent und Kameramann konnten bei der Deutschen Wochenschau in Hamburg aufgefunden werden.

Die von GTN mit seinem filmischen Material produzierten Dokumentarfilme sowie seine eigenen Produktionen konnten im Filmarchiv nach mehreren Anläufen bzw. hartnäckigem Nachfragen recherchiert werden.

Mehre Hundert Reportagen sowie ein Spielfilm sind allerdings verschollen!

 

Das Problem: Unvollständige Archivierung

Der Name von Herbert Ernst tauchte in den Unterlagen des staatlichen Filmarchivs nicht ein einziges Mal auf. Als nach längerem Suchen nach Titeln tatsächlich die Filme "Bilanz", "Eine Mauer klagt an", "Licht an der Mauer" und "Freiheit kennt keine Mauer" gefunden wurden, stellte sich heraus, dass das Filmarchiv keine Veranlassung sieht, auch die Namen der Kameramänner, d. h. der Urheber, mit in die Filmdatenbank aufzunehmen.

Bei der Ansicht der Filme im Vorführraum stellte sich heraus, das lediglich bei dem Film "BILANZ" der Abspann vorhanden war. Entsprechend den Aussagen von Herbert Ernst, wurde er als Kameramann dieses Films erwähnt.

Bei dem Film "Eine Mauer klagt an", der als Filmkopie vorlag, waren die Urheberrechtshinweise nicht vorhanden. Da Filme grundsätzlich mit einem Abspann produziert werden, liegt die Vermutung nahe, dass der Urhebernachweis mutwillig entfernt worden ist.

Ebenfalls beim dem Film "Freiheit kennt keine Mauer", der schon als digitale Kopie auf DVD vorlag, waren keine Urheberrechtshinweise vorhande.

Damit wird

Die staatliche Hüterin des Urheberrechts bricht das Urgeberrecht, als würden sie die geltende Gesetze zum Urherrecht nicht kennen.

Schlimmer noch, nachdem es mir gelungen war, zur Vorführung hergestelle Kopien sowie schon digitaliste Filme zu sehen, musste ich feststellen, dass die Filmabspanne in den Kopien nicht vorhanden waren; Ausnahme: Bilanz!

Diesen Film konnte ich als "Original", also als Film sehen :

 

 

 


Tipp: ...

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