Graffiti und Kunst an der Berliner Mauer (Antifaschistischer Schutzwall). © Ralf Gründer, 1982-1989

Die ersten Ausdrücke von Kunst - Lebenskunst oder politischer Aktivismus fanden mit der Errichtung der ersten Sperrmauer in Ostberlin statt. Die frühen Graffiti zeugen zumeist von einer politischen Gegnerschaft zum SED-Regime. Mauerkunst hingen reichte von a-politischen Banalitäten bis hin zu politischen Manifestationen. Vergessen sollte dabei allerdings nicht werden, dass die Vorderlandmauer Teil des Antifaschistischen Schutzwalls war, dessen Unverletzbarheit ca. 8000 Grepos durch den berdingslosen, sprich: hemmungslosen Einsatz der Schusswaffe gewährleisten sollten. Allein deshalb wurde sogar aus dem banalen Beschmieren der Mauer ein politisches Statement mit der Aussage, dass die großkotzigen Sprüche der sozialistischen Machhaber der SED-Diktatur zumeist bloße Makulatur waren. Dies trifft zuumindest für ein Großteil aller Grenzüberschreitungen zu, die im Schatten der Mauer von West nach Ost begangen worden sind.
 

Lit.: Verboten: Berliner Maurkunst - Eine Dokumentation von Ralf Gründer

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