Stichwort: Ring um Berlin „Moderne Grenze“

„Am Abend des 1. März sind in der Berliner Karl-Marx-Allee Einheiten der l. Grenzbrigade angetreten. Auf Befehl des Ministers für Nationale Verteidigung wird ihrem Verband für treue Pflichterfüllung gegenüber der sozialistischen Heimat der Name ´13. August` verliehen.

Grafische Darstellung der Modernen Grenze

Grafik: Stationäre Elemente der „Modernen Grenze″ sind: Maschendrahtzäune, Beobachtungstürme, Kontaktzäune, Scheinwerfer, Bunker, Hundelaufanlagen, Signalgeräte, Beleuchtungsanlage, Postenwege, Spurensicherungsstreifen, Kfz-Gräben, Rasenflächen (freies Schußfeld), Maschendrahtzäune. Nahezu alle Darstellungen verschweigen das wichtigste Sperelement des Antifaschistischen Schutzwalls: Nur der durch Befehl und Politunterricht mordwillig gedungene Grenzsoldat konnte mit seiner Waffe die Bewohner der DDR von der Flucht abhalten. Quelle: Argumente - Dokumente - Zitate, Vertrauliche politische Kurzinformation Nr. 8/1966 – 15. März 1966

Die Maschinenpistolen fest im Griff, marschieren die Soldaten bei strömendem Regen im Paradeschritt durch die Karl-Marx-Allee. Den Kompanien voran trägt ein Kommando die Truppenfahne, an die der Stadtkommandant Generalmajor Poppe das rote Namensband geheftet hat. Der Vorbeimarsch der Grenzsoldaten an den im Regen ausharrenden Berlinern ist militärische Ehrenbezeigung und zugleich Gelöbnis, unter dem symbolischen Namen '13.August' weiterhin treu dem Vaterland zu dienen. An jenem Tage im August 196l griffen deutsche Arbeiter zur Waffe und zogen von den Maschinen weg auf Posten, um mit der Volksarmee gemeinsam die Grenze ihres Staates zu schützen“.


(„Neues Deutschland“, 2. März 1960)

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