Willy Hieronymus Schreiber berichtet von seinen Bemühungen, die gewählten Vertreter des Deutschen Volkes (Christian Wulff, Prof. Norbert Lammert) darauf aufmerksam zu machen, dass es sich bei dem hofierten und geehrten Bürger Lothar de Maiziére um den Unbürger IMB „Czerny” handelt, einem gemeinen STASI-Spitzel, der entgegen seiner anwaltlichen Schweigepflicht mit dem MfS zusammengearbeitet und dadurch seinen Mitbürgern Schaden zugefügt hat.

In arbeit ....

Videointerview mit Willy Hieronymus Schreiber am yy.XX.2011. [YOUTUBE] Das Gespräch führte Ralf Gründer, Redaktion www.Berliner-Mauer.de

Notizen zu IMB „Czerny”, bürgerlich: Lothar de Maiziére

Mit diesem Schreiben und basierend auf den mir vorliegenden Unterlagen möchte ich auf ein Geschehen aufmerksam machen, dass die Gesellschaft insgesamt berührt und direkt in negativster Form in die höchsten Kreise dieser Bundesregierung mit Bundestag, dem Bundestagspräsidenten und sogar bis zum Bundespräsidenten Christian Wulff selbst reicht.

Ich erlaube mir, an einem (meinem) Beispiel und in aller Klarheit aufzuzeigen, wie mehr als zwanzig Jahre nach dem Ende der zweiten deutschen Diktatur in der DDR die „Ehrlichkeit“ und die „Wahrheit“, zu der o.g. Klientel verpflichtet ist, verdrängt wird, dass Unrecht nicht benannt und das Volk (wieder) bewusst belogen wird.

Zur erfolgten Geschichte selbst:

Im Jahre 2000 erschien mein erstes Buch „Im Visier“, eine Dokumentation, basierend auf ca. 5000 Seiten MfS/Stasi-Akten zu meiner Person.

Dieses Buch musste ergänzt und z.T. umgeschrieben werden, da im Jahre 2008 neue Akten und Unterlagen der BSIU aufgefunden und mir ungeschwärzt vom Bundesarchiv Berlin zugesandt wurden.

Es sind brisante Beweis-Unterlagen, die eindeutig zeigen, dass mich „im Sommer 1981“ der Berliner Rechts(?)Anwalt Lothar de Maiziére (IMB „Czerny“), letzter Ministerpräsident der ehemaligen DDR und direkter Zuträger der Staatssicherheit der DDR (MfS) in kollusiver* Verbindung denunzierte und falsche Informationen über mich an MfS/Stasi lieferte!!!

Diese Denunzierungen, ein Straftatbestand, waren der Anlass zu meiner nicht freiwilligen Flucht nach West-Berlin und führten zur weiteren Verfolgung im Westen, im gesamten westlichen Ausland mit ungeahnten Drangsalierungen und Verunsicherungen, mit Zersetzungen und Mordversuchen. So liegt mir u.a. die schriftliche und ungeschwärzte Bestätigung von Generalleutnant W. Schwanitz zur „Liquidierung auf frischer Tat“ (Mordbefehl) im sog. „Operationsgebiet“ vor.

Diese Unperson Lothar de Maiziére trägt somit beweisbar eine erhebliche Schuld! Er ist ein DDR-Staatsverbrecher. Dieser Anwalt, der seine anwaltliche Tätigkeit missbraucht hat, ist heute in der Bundesrepublik wieder in Organisationen, Gesellschaften und politischen Einrichtungen als Berater aktiv tätig. Das Wort „Der größte Lump im ganzen Land, dass ist und bleibt der Denunziant”, trifft auf Lothar de Maiziére zu! Die Deutsche Gesellschaft jedenfalls scheint kein Problem damit zu haben, Personen dieser Couleur als Vorsitzende zu berufen.

Nur soviel zur bösen Vorgeschichte.

Im zwanzigsten Jahre der Wiedervereinigung wird besagter RA de Maiziére, ein direkter Helfer der DDR-Diktatoren, von der Bundesregierung und seiner sog. „Volksvertreter“ am 18. März 2010 als „Ehrengast“ eingeladen, wird hofiert und gefeiert, darf „Ehrenreden“ vor dem versammelten Deutschen Bundestag (und der Welt) halten, wird mit „Ehrenpreisen“ ausgezeichnet, obwohl alle Parteien, alle Bundestagsfraktionen und mit ihnen das Bundestagspräsidium mit Prof. Lammert, das Bundeskanzleramt mit der FDJ-Kanzlerin Merkel sowie der Bundespräsident über die stark belastete Stasi Zuträgerperson L. de Maiziére schon ca. zwei Monate vor o.g. „Ehrenrede“ per Fax von mir vorab informiert wurden!

A I I e (verantwortlichen??) wussten also von der unrühmlichen Rolle des Lothar de Maiziére als IM „Czerny“ und den falschen und verlogenen Denunzierungen durch ihn zu meiner Person.

Nach der „Ehrenrede“ dieses „IM“ vor dem gesamten Deutschen Bundestag wandte ich mich an den Bundestagspräsident Lammert mit der Bitte einer Erklärung zu diesem „Eklat“. Seine bemerkenswerte Aussage dazu war, Zitat:

„Der Bundestagspräsident will die genannte Problematik nicht kommentieren.“

Auf eine erneute Nachfrage zur Einladung des L. De Maiziére (IM „Czerny“) als „Festredner“ wurde vom Bundestagspräsidenten Lammert in einem weiteren Antwortschreiben mitgeteilt:

Zitat: „.....de Maiziére wurde eingeladen .....“ natürlich in Kenntnis der Diskussionen über (s)eine mögliche Stasi-Tätigkeit“ ........“

Daraufhin erfolgte eine Anfrage bei Bundespräsident Wulff zu oben geschilderten Vorgängen und der Diskrepanz zwischen Demokratie, Freiheit in der BRD (auch Meinungsfreiheit) und der Staatssicherheit der ehem. DDR mit deren Vasallen (de Maiziére) und dem nicht zu akzeptierenden Verhalten heutiger „Volksvertreter“.

Aus dem Antwortschreiben des Bundespräsidenten (es waren exakt zwei Sätze): Zitat:

„... es wird „keine erschöpfende Auskunft“ erteilt ...“

Mein Widerspruch dazu erfolgte prompt mit folgender Frage:

Hätte der damalige Bundestag in Bonn, zwanzig Jahre nach Kriegsende (ca. 1965), eine Person, die erheblich und nachweisbar in die Nazi-Diktatur verstrickt war als „Ehrengast“ vor dem Bundestag und dem gesamten deutschen Volk reden lassen und ihn auch „ehrenvoll“ behandelt?

Die Antwort des Bundespräsidenten steht noch aus. (Werde ich je eine Antwort erhalten?)

Am 17. November 2010 erhielt der Stasi-IM „Czerny“, Lothar de Maiziére, erneut eine Auszeichnung. Er wurde „Ehrenbürger“ seiner Heimatstadt Nordhausen.(auf Antrag der CDU) Die Laudatio dazu hielt (...in Kenntnis einer möglichen Stasi-Tätigkeit...) der amtierende Bundestagspräsident Prof. Lammert!!!Es ist absoluter Zynismus!

„Hätte das unwürdige Auftreten des IM Czerny" nicht verhindert werden müssen? JA!

Das alles ist feiger Opportunismus von führenden Repräsentanten dieser Bundesrepublik. Es ist eine von allen sogenannten Politikern systematisch praktizierte verlogene Heuchelei, da diese Klientel keine Skrupel und keine Moral kennt!

Eine solche Verhaltensweise der „heute regierenden“ ist instinktlos, inakzeptabel und muss angeprangert werden. Es ist beleidigend und ein ungeheurer Schlag ins Gesicht aller Opfer der DDR-Diktatur und aller Menschen mit Anstand und Gewissen.

Diese im Jahre 2010 vor der Weltöffentlichkeit erfolgte „Farce“ ist von öffentlichem Interesse und wird hiermit öffentlich zur Diskussion gestellt.

Weitere noch vorhandene Fakten zum Stasi-Spitzel IMB „Cznery“ werden ebenfalls an dieser Stelle veröffentlicht!

Gez. Ralf Gründer, Redaktion Berliner-Mauer.de, 01.07.2010.

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Tipp 1:

Schreiber, Willy Hieronymus
Im Visier : Chronik einer Flucht / Willy Hieronymus Schreiber. [Mit einem Vorw. von Norbert Blüm]. - 2. Aufl. - Jena : TvR, 2009. - 335 S. : Ill. ; 22 cm, 465 gr.
ISBN 978-3-940431-14-1

Tipp 2:

Polzin, Arno
Der Wandel Robert Havemanns vom inoffiziellen Mitarbeiter zum Dissidenten im Spiegel der MfS-Akten / Arno Polzin. [Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der Ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Abteilung Bildung und Forschung]. - Berlin : Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der Ehem. Dt. Demokratischen Republik, Abt. Bildung und Forschung, 2005. - 59 S. ; 24 cm

Tipp 3: Weitere Infos zu den politischen Leistungen von Lothar de Maiziére finden sie in dem Buch:

Laabs, Dirk
Der deutsche Goldrausch : die wahre Geschichte der Treuhand / Dirk Laabs. - 2. Aufl. - München : Pantheon, 2012. - 383 S. ; 200 mm x 125 mm.
ISBN 978-3-570-55164-6

Zitat. Ziel­stel­lung der Be­ar­bei­tung„ Die Be­ar­bei­tung des O­pe­ra­tiv-Vor­gangs „Eis­la­den II" soll mit dem Ziel er­fol­gen, - eine der dar­ge­leg­ten Ver­si­o­nen zu be­stä­ti­gen bzw. recht­zei­tig ei­ne neue zu er­ken­nen; - durch Ein­lei­tung ge­eig­ne­ter o­pe­ra­ti­ver Maß­nah­men (...) die ge­plan­te Aus­schleu­sung des [XXX] zu verhindern. Soll­ten sich da­zu ge­eig­ne­te Vor­aus­set­zun­gen bie­ten, die we­gen der zu er­war­ten­de o­pe­ra­ti­ven Ef­fek­ti­vi­tät ein der­ar­ti­ges Vor­ha­ben recht­fer­ti­gen, ist ei­ne Li­qui­dier­ung auf fri­scher Tat an­zu­stre­ben.” Lei­ter der Kreis­dienst­stel­le Bartels, Oberst­leut­nant, Sach­be­ar­bei­ter Rich­ter, Ober­leut­nant.

* kollusiv (jur.) - verbotene, geheime und betrügerische Verabredung, unerlaubtes Zusammenwirken mehrerer Personen zum Nachteil eines Dritten

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